terrestris – WebGIS im Intra-/Internet, DesktopGIS sowie Geodatenmanagement mit freier und OpenSource-Software



geo.admin.ch ist Preisträger

29. September 2011

geo.admin.ch gewinnt den Preis EUROGI / ESDI-Net Awards 2011 in der Kategorie Technologie, dies auch Dank der mobile Lösung, die von terrestris entwickelt wurde:

http://www.eurogi.org/esdinet/awards/2011.html

EUROGI / ESDI-Net ist die European Umbrella Organisation for Geographic Information / Network for promotion of cross border dialogue and exchange of best practice on Spatial Data infrastructures (SDI’s) throughout Europe

Offizieller Link:
http://www.geo.admin.ch/internet/geoportal/de/home/current/news20110928.html

Bericht über die FOSS4G

19. September 2011

FOSS4G Denver 2011

Die FOSS4G fand in diesem Jahr vom 12.-16.09.2011 in Denver, Colorado statt. Mit knapp 900 Anmeldungen war dies die bisher größte FOSS4G-Konferenz. Neben Workshops und Tutorials wurde in 150 hochwertigen Präsentationen über Entwicklung, Status und Einsatz von OpenSource Software informiert.

Im Vergleich zu den Konferenzen der vergangenen Jahre fanden in diesem Jahr mehr Präsentationen mit eher technik-lastigem Inhalt statt. Neben neuen Projekten, die vor allem über neue WebMapping Framework-Entwicklungen wie „MapQuery“, „JQuery Geo“ oder auch „GeoMap“ berichteten, wurde natürlich der Stand der bereits „altbewährten“ Projekte vorgestellt.

Zusammenwirken von Projekten

Daneben zeichnet sich ein weiterer Trend ab: Mit zunehmender Reife der Projekte ist ein starkes Bestreben auszumachen, verschiedene Projekte in sogenannten “Stacks” zusammenwirken zu lassen, um weite Anforderungsbereiche abdecken zu können.

Das vielleicht prominenteste Beispiel hierfür ist die OpenGeo-Suite, die maßgeblich aus den Komponenten PostGIS, GeoServer, GeoWebCache, OpenLayers und GeoExt besteht. Das oft von Seiten proprietärer Hersteller vorgebrachte Argument, dass niemand ernsthaft hinter OpenSource Projekten steht, wird hier exemplarisch ausgehebelt: Die OpenGeo-Suite ist sowohl als Community- als auch als käufliche Enterprise-Edition mit Support, Schulungen und Bugfix-Garantie erhältlich. Als Exklusiv-Partner von OpenGeo für Deutschland und Österreich erhalten Sie Informationen zur OpenGeo-Suite von terrestris oder direkt über OpenGeo.

Aber auch in anderen Projekten ist das Bemühen des Zusammenwirkens über Projektgrenzen hinweg zu sehen. Zu nennen ist hier besonders der Mapserver Stack. Geplant ist, Projekte wie TinyOWS, MapCache und MapServer unter einem Dach zusammen zu führen. Mit derselben Konfiguraton wird MapServer so um die WFS-T Schnittstelle (TinyOWS) und Tile-Caching Schnittstelle (MapCache) erweitert. Erste Schritte zur Realisierung wurden bereits eingeleitet, mit einer ersten Version ist Anfang 2012 zu rechnen.

QGIS Server

Als neuer Stern am WMS-Server Himmel ist mit Sicherheit der QGIS Server anzusehen. Pirmin Kalberer von unserer Partnerfirma SourcePole stellte die neuen Funktionen und die neue QGIS-Erweiterung „QGIS-Cloud“ vor, die ein einfaches Publizieren von Geodaten mittels QGIS Server über einen CLoud-Server erlaubt. Weiterhin ist das nahtlose Zusammenarbeiten zwischen dem mittlerweile weitreichend anerkanntem und funktional exzellent ausgestattetem Desktop-GIS QGIS als Konfigurations-Oberfläche und QGIS-Server zu erwähnen. Ein in QGIS erstelltes Projekt inklusive interaktiv über den QGIS-Print-Composer erstelltes Print-Layout kann durch einfaches Einstellen im QGIS-Server 1:1 als „erweiterter“ WMS publiziert werden. Erweitert deshalb, weil der Print-Composer ebenso über eine HTTP-Schnittstelle („GetPrint“) angesteuert werden kann. Das Erstellen von Druckvorlagen mittels Programmierung oder auch Bearbeitung von Konfigurationsdateien entfällt somit. QGIS Server bietet also einen stabilen Kartenserver mit großem Fokus auf einfache Bedienung.

OpenSource wird Mobil

Ein großer Fokus der OpenSource-Community lag in diesem Jahr auch auf der Entwicklung von mobilen Clienten. Neben der Entwicklung von Desktop-GIS wie gvSIG-Mobile, die auf mobilen Endgeräten funktionieren, steht insbesondere die Entwicklung von WebGIS-Clienten im Fokus, die in mobilen Browsern lauffähig sind. Durch die Implementierung von Touch-Funkionalitäten in OpenLayers anlässlich eines Code-Sprint im Februar in Lausanne wurde die Basis für weitere Entwicklungen gelegt. Zu nennen sind hier Entwicklungen von camptocamp für die Hochschule Lausanne sowie der von terrestris entwickelte, auf GeoExt-Technologie basierende Client des Schweizer Bundes. Der Quellcode hierfür wird in einer der nächsten GeoExt-Releases enthalten sein.

PostGIS 2.0

Mit großer Spannung wird die neueste Version PostGIS 2.0 erwartet. Leo Shu und Regina Obe haben auf der FOSS4G vorab über maßgebliche Neuerungen in PostGIS 2.0 berichtet. Der Fokus liegt bei der neuen Version im Wesentlichen auf 3 Punkten:

  1. Erhöhung der Benutzerfreundlichkeit: PostGIS wird künftig über einen einfachen Funktionsaufruf in einer Datenbank installiert. Aus der bekannten Metadaten-Tabelle „geometry_columns“ wird eine View, die datenbankseitig automatisch angelegt wird. Fehler durch vergessene oder falsche Angaben sind so künftig ausgeschlossen.
  2. PostGIS wird 3D-fähig: Dafür wurden neue Datentypen und eine Fülle von neuen Funktionen angelegt. Das größte Problem besteht derzeit noch in den Clienten, die diese Datentypen auch verarbeiten können.
  3. Den vermutlich größten Sprung macht PostGIS 2.0 aber in der Rasterverarbeitung. Einfache Import/Exportwerkzeuge, Funktionen zur Umwandlung von Vektor in Raster und umgekehrt als auch Funktionen für Karten-Algebra und das Verändern der Auflösung für beispielsweise Luftbilder sind auf jeden Fall sehr vielversprechend. Die weitere Entwicklung wird zeigen, ob große Rasterdatenmengen tatsächlich effektiver in einer Datenbank gespeichert werden. Die Verwaltung der Daten wird so auf jeden Fall deutlich vereinfacht.

WMS Shootout

Ein Höhepunkt der Konferenz war mal wieder der WMS-Shootout, an dem in diesem Jahr 6 Projekte teilgenommen haben. Ziel ist es, unter gleichen Bedingungen die Performanz von verschiedenen WMS-Servern zu testen. Gewinner sind auf jeden Fall sowohl alle Projekte als auch die Community, da Erkenntnisse im Performanz-Gewinn auf jeden Fall allen Projekten zugute kommen, denn alle Code-Verbesserungen müssen auf jeden Fall in die nächsten Releases einfließen. Gezeigt hat sich zudem, dass trotz der „Konkurrenz“ die einzelnen Teams durch Weitergabe von Ideen und Konfigurations-SLD eng zusammengearbeitet haben. Als „Sieger“ im Shootout sind wie im letzten Jahr Mapnik und Mapserver zu nennen. Neben dem WMS-Shootout fand in diesem Jahr auch erstmals ein „WPS Shootout“ statt, dessen Präsentation allerdings sehr amerikanisch aufgemacht wurde und so aus Sicht des Beobachters der eigentliche Fokus etwas in den Hintergrund gerückt wurde.

Ausblick

Die bereits in den letzten Jahren festgestellte „Reife“ vieler Projekte wird nach Meinung von Till Adams durch den Trend, Projekte zusammenwirken zu lassen, verstärkt. Festzustellen ist, dass OpenSource Software auch im Desktop-Bereich durch Projekte wie QGIS, gvSIG und OSSIM stark aufgeholt hat und auch hier echte Alternativen anbieten kann. Auch die zunehmende Präsenz von Firmen aus der proprietären Welt auf der FOSS4G zeigt die zunehmende Wahrnehmung und Wertschätzung von OpenSource. Daneben ist das Zusammenwachsen der OpenStreetMap-Community mit der FOSS4G-Community festzustellen. Die internationale OpenStreetMap-Konferenz „SotM“ (State of the Map) fand unmittelbar vor der FOSS4G ebenfalls in Denver statt. Einige Präsentationen von Aktivisten der einen Community auf der jeweils anderen Konferenz unterstreichen diesen Trend.

Wir hoffen sehr, dass sich sämtliche Trends auf der nächsten FOSS4G, die in Peking stattfinden wird, bestätigen werden.

terrestris ist umgezogen!

16. September 2011

umzug1Eine gute Vorbereitung erspart einem manchen Kopfschmerz. Heute früh um 07:45 Uhr rückte das beauftragte Umzugsunternehmen an und nach 1 Stunde und 30 Minuten war das Büro in der Irmintrudisstr. 17 leer.

Die neuen Büroräume in der Pützchens Chaussee 56, 53227 Bonn waren fast ebenso schnell wieder gefüllt, sodass der eigentliche Umzug in etwas mehr als einem halben Tag erledigt war.
umzug2

Aktuell um 17:00 Uhr funktionieren sogar wieder unser Internet und Telefon. Wir werden zwar noch ein paar Tage brauchen, bis alles wieder einen Platz gefunden hat, aber die Arbeiten gehen weiter.

Mobiler Kartenclient des Geoportal Bund geo.admin.ch der Schweiz ist online

7. September 2011

Bern/Bonn, 07. September 2011 – Das Geodatenportal des Schweizerischen Bundes ist beliebt: Bis zu 10.000 Nutzer täglich zählt allein der Kartenviewer auf map.geo.admin.ch. Hierüber können Bürgerinnen und Bürger Geodaten betrachten, ausdrucken und bestellen. Seit Anfang September 2011 können diese qualitativ hochwertigen Daten auch auf mobilen Endgeräten (Smartphones) genutzt werden. Die webbasierte Lösung „mobile.map.geo.admin“ funktioniert sowohl auf Android- Geräten als auch iPhones und iPads.

Zugang einfach und unkompliziert
Der Schweizerische Bund erarbeitete zusammen mit Kantonen, Städten, Hochschulen und Privaten die Grundlagen für mobile.map.geo.admin.ch, das Geodatenangebot für mobile Geräte. Die Firma terrestris GmbH & Co. KG aus Bonn wurde mit der Umsetzung dieses auf OpenLayers und SenchaTouch basierenden WebClient beauftragt, der als Open Source Software zur Verfügung gestellt wird. Nutzerinnen und Nutzer von mobile.map.geo.admin.ch müssen keine zusätzliche Software herunterladen und brauchen weder Login noch Passwort. Die Schweizerische Bundesverwaltung erfüllt mit dem Angebot den Auftrag, Geodaten einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen, wie es das Schweizerische Geoinformationsgesetz verlangt. http://mobile.map.geo.admin.ch ist ab sofort verfügbar: Wer die URL auf seinem mobilen Gerät eingibt, gelangt automatisch zur mobilen Version des Kartenviewers.

Praktische Informationen an Ort und Stelle
Geodaten des Schweizerischen Bundes haben meistens amtlichen Charakter und sind qualitativ hochwertig, dokumentiert durch das Gütesiegel «Eidgenossenschaft». Auch historisches Kartenmaterial steht zur Verfügung, so dass Anwender sich zum Beispiel an Ort und Stelle darüber informieren können, ob sie sich auf einem historischen Verkehrsweg befinden oder Informationen über historische Gebäude in ihrem Blickfeld abrufen können. Es kann ebenso nach Gemeinden, Ortschaften, Gewässern oder Bergen gesucht werden („Welcher Berg ist das?“). Weiter erhältlich sind unter anderem Informationen über Gefahrenzonen („Befinde ich mich hier in einer Gefahrenzone?“), Naturschutzgebiete („Ist das hier ein Amphibienlaichgebiet?“) sowie Stadt- und Siedlungsentwicklung („Wie sah es hier vor 100 Jahren aus?“).

Zusätzlich stehen folgende Funktionen zur Verfügung:

  • Adresssuche (aktuelle Adressen sowie im Bau befindliche Gebäude)
  • Suche nach Orts- und Flurnamen
  • Feedbackfunktion, mit der Korrekturen von Dateninhalten gemeldet werden können (z.B. Wanderwege, die nicht wie angegeben verlaufen, oder falsche Gebäudeadressen samt Angabe der richtigen Adresse.)

Werbefrei und langfristig verfügbar
Das Geoportal des Bundes inklusive des mobilen Kartenviewers wird vom Bundesamt für Landestopografie swisstopo im Auftrag des Koordinationsorgans für Geoinformation des Bundes betrieben. Dritte erhalten keinen Zugang zu Nutzerdaten, und die langfristige Verfügbarkeit ist auch in Zukunft gewährleistet. Das Angebot ist werbefrei und nur online verfügbar: Daten können nicht lokal gespeichert werden, da sonst aus lizenztechnischen Gründen Kosten berechnet werden müssten. Die Nutzung von mobile.map.geo.admin ist (abgesehen von der Internetverbindung) kostenlos. Gleichzeitig wird auch eine Programmierschnittstelle API frei zur Verfügung gestellt, beispielsweise für Entwickler und Firmen, die Daten für eigene Anwendungen nutzen wollen.

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Über swisstopo
Das Bundesamt für Landestopografie (swisstopo) ist das Kompetenzzentrum der Schweizerischen Eidgenossenschaft für Geoinformation, d.h. für die Beschreibung, Darstellung und Archivierung von raumbezogenen Geodaten (Bsp. Landeskarten, Höhen- und Landschaftsmodelle, Satellitenbilder, Orthofotos) zuständig.

swisstopo vermisst die Schweiz, erhebt und dokumentiert Veränderungen der Landschaft (geologische, geodätische und topografische) und stellt Karten der Schweiz her. Die Landeskarten (Papier und digital) in verschiedenen Maßstäben werden regelmäßig aktualisiert und veröffentlicht. Dank ihrer Qualität und Genauigkeit genießen sie schweiz- und weltweit ein hohes Ansehen. In Zusammenarbeit mit Bund, Kantonen, Gemeinden und der Privatwirtschaft stellt swisstopo Geodaten für die breite Nutzung zur Verfügung. Das Geoinformationsgesetz (GeoIG) bildet dazu die gesetzliche Grundlage. Als Oberaufsichtsstelle nimmt swisstopo sämtliche Belange für die amtliche Vermessung und der öffentlich-rechtlichen Eigentumsbeschränkungen (ÖREB-Kataster) wahr.

swisstopo wurde 1838 gegründet und gehört heute zur Gruppe armasuisse im Eidgenössischen Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS). Der moderne Produktionsbetrieb mit 320 Angestellten befindet sich in Wabern bei Bern.

Über terrestris
terrestris ist eine Geoinformatikfirma aus Bonn und ursprünglich eine Ausgründung aus der Universität Bonn. Seit 2002 ist terrestris in der Konzepterstellung, Implementation und Unterhaltung von Geodateninfrastrukturen und Geoportalen unter Verwendung von Open Source Software wie PostGIS, OpenLayers und GeoServer aktiv. Ein Fokus liegt dabei auf der Geodatenakquise in Echtzeit für Umweltmonitoring. Dafür werden drahtlose Sensornetzwerke verwendet und deren Daten in einer WebGIS-Umgebung dargestellt. Zu den Kunden von terrestris zählen die Bundesländer Niedersachsen, Brandenburg und Baden-Württemberg, die TÜV Rheinland Gruppe, die Universität Kopenhagen, das Forschungszentrum Jülich und neben anderen Kunden diverse Kommunen. Die Firma terrestris hat bisher erfolgreich Projekte im Nahen Osten (Qatar), Afrika (Benin) und Europa (Deutschland, Schweiz, Österreich, Spanien, Dänemark) durchgeführt und ist aktuell in einem hydrologischen Forschungsprojekt in Asien (Mongolei) involviert.

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Pressekontakt
Dipl.-Geogr. Hinrich Paulsen
terrestris GmbH & Co. KG
Irmintrudisstr. 17
53111 Bonn
0228 – 962 899 51
info@terrestris.de
www.terrestris.de

WebGIS der Stadt Soest

1. September 2011

Die Stadt Soest arbeitet bereits seit vielen Jahren mit einem modernen WebGIS auf Basis von freier Software, an dessen Erstellung die Firma terrestris beteiligt war. Die Westfalenpost hat in einem Artikel vom 16.08.2011 ihre Leser über die Möglichkeiten des Geoportals informiert. (Leider kann der Artikel aus Urheberrechtsgründen nicht gezeigt werden.)