Wie bringt man über 1800 Fachthemen, mehr als 170 spezialisierte Anwendungen und eine Vielzahl komplexer Geodienste in ein WebGIS? Dieses Projekt zeigt, wie mit einer durchdachten Architektur, modernsten Open Source Technologien und einem starken Fokus auf Benutzerfreundlichkeit eine leistungsstarke Plattform für das Landesamt für Umwelt (LfU) Rheinland-Pflaz entstanden ist.

Stichworte
WebGIS · Wasserwirtschaft · 1800+ Fachthemen · 170+ Anwendungen · GeoServer · PostgreSQL/PostGIS · INSPIRE · GeoNetwork · SHOGun · Open Source
Kunde
Landesamt für Umwelt (LfU), Rheinland-Pfalz
Herausforderung
Das LfU arbeitet mit einer sehr großen Anzahl an Fachthemen und spezialisierten Anwendungen, die in einer einheitlichen Systemlandschaft zusammengeführt werden. Die Verwaltung von über 1800 Fachthemen und die Integration von mehr als 170 spezialisierten Fachanwendungen machen eine flexible und leistungsfähige Architektur erforderlich. Gleichzeitig soll das System möglichst schlank gehalten werden, um Wartungsaufwände zu minimieren.
Herausforderungen bestehen, neben der Notwendigkeit eine Vielzahl von Geodiensten und WebGIS-Clients zentral und konfigurierbar zu verwalten, externe Anwendungen zu integrieren und die Autorisierung durch ein zentrales Rechte- und Rollenkonzept zu gewährleisten. Die Umsetzung basiert auf Open Source Technologie, mit Ausnahme der bereits vorhandenen Oracle-Datenbank, die in das System integriert wird.
Leistungen
- Konzeption einer offenen, skalierbaren WebGIS-Architektur
- Entwicklung und Optimierung von Geodatendiensten (WMS, WFS-T) auf Basis von GeoServer
- Integration eines zentralen Single-Sign-On-Systems (SSO) für Autorisierung und Authentifizierung
- Entwicklung leistungsfähiger WebGIS-Clients mit Standard- und Spezialfunktionen:
- Kartenfunktionen wie Pan, Zoom, Suche und Abfrage
- Erweiterte Funktionen wie Druck, Export, Selektion und Bearbeitung
- Möglichkeit zur Speicherung von Arbeitsständen
- Entwicklung einer mobilen Clientversion für Smartphones und Tablets
- Aufbau eines Administrationstools:
- Verwaltung von Geodiensten, Nutzenden und Gruppen
- Konfiguration und Steuerung individueller Kartenviewer
- Geodaten-Management durch einfachen Datenupload und Drag&Drop
- Umsetzung eines Metadatenkatalogs mit GeoNetwork opensource zur Veröffentlichung von Daten und Diensten gemäß der INSPIRE-Richtlinie
- Betrieb, Monitoring und Weiterentwicklung der Anwendung
- Übernahme des Projekt-, Qualitäts- und Releasemanagements
- Im Rahmen der Weiterentwicklung Umsetzung eines neuen, responsiven WebGIS-Clients auf Basis des React-Frameworks für mehr Nutzerfreundlichkeit und Funktionalität
Ergebnis
Es entsteht ein flexibles und leistungsfähiges WebGIS, das die Arbeit der Wasserwirtschaftsverwaltung deutlich unterstützt und gleichzeitig die öffentliche Bereitstellung relevanter Informationen ermöglicht. Fachthemen und Anwendungen werden in einer konsistenten Systemlandschaft gebündelt und können bedarfsgerecht bereitgestellt werden.
Die modulare Architektur ermöglicht eine langfristig wartbare und erweiterbare Plattform. Der Betrieb, das Monitoring und die kontinuierliche Weiterentwicklung sorgen für eine stabile und zukunftssichere Systemlandschaft. Der neue React-basierte WebGIS-Client erweitert die bestehenden Funktionen und verbessert die Nutzerfreundlichkeit sowohl für die Öffentlichkeit als auch für die Verwaltung deutlich.

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